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Der Begriff "Pro Ana" steht für "Pro Anorexia", für ein Bekenntnis zur Magersucht. Als "Pro-Anas" bezeichnen sich Mädchen und vereinzelt auch junge Männer mit Magersucht ebenso wie viele Menschen ohne diese Diagnose, die sich stark an einem extremen Schlankheitsideal orientieren und versuchen, diesem mit radikalen Maßnahmen näher zu kommen. Bei letzteren herrscht oft kaum ein Problembewusstsein bezüglich des Suchtcharakters und der Gefahren einer Essstörung. Menschen mit diagnostizierter Magersucht und Therapieerfahrungen äußern sich eher ambivalent: sie fühlen sich ohnmächtig gegen die Esstörung, sie können sich nicht von ihren Strategien des Gewichtsverlustes distanzieren. "Ana" steht für Magersucht, "Mia" für Bulimie. Absichtlich klingen die Bezeichnungen wie Mädchennamen, oft werden sie als Stimme der entsprechenden Essstörung verwendet, womit die eigene Ergebenheit unterstrichen wird. Der Slogan "Anorexia is a lifestyle - not a disease" ist als Provokation zu verstehen.

Die 10 Gebote:

  1. Wenn ich nicht dünn bin, kann ich nicht attraktiv sein!
  2. Dünn sein ist wichtiger als gesund sein!
  3. Ich muss alles dafür tun, dünner auszusehen/ zu sein!
  4. Ich darf nicht essen ohne mich schuldig zu fühlen!
  5. Ich darf keine “Dickmacher” essen ohne hinterher Gegenmaßnahmen zu ergreifen!
  6. Ich soll Kalorien zählen und meine Nahrungszufuhr dementsprechend regulieren!
  7. Die Anzeige der Waage ist wichtiger als alles andere!
  8. Gewichtverlust ist GUT, Zunahme ist SCHLECHT!
  9. Du bist NIE zu dünn!
  10. Nahrungsverweigerung und dünn sein sind Zeichen von wahrem Erfolg und Stärke!